Bewegung & Verband

DER BIODYNAMISCHE ZUSAMMENHANG

BERICHT VOM FEBRUARKURS DER LANDBAUSCHULE DOTTENFELDERHOF

Irgendwie hängt doch alles miteinander zusammen. Aber wie genau? Und wie kommen wir da heran? Vielleicht können wir uns mit einem Bild Rudolf Steiners aus seinem Landwirtschaftlichen Kurs nähern: „Ebenso, wie mein kleiner Finger zu mir gehört, so gehören die Dinge, die drum herum sind, natürlich zu dem ganzen Menschen dazu.“ 

In der Natur lässt sich Einzelnes erst verstehen, wenn wir die Zusammenhänge sehen, in denen es steht. Es kann uns also als Praktiker:nnen helfen, ein Verständnis für lebendige Naturzusammenhänge zu entwickeln. Dazu fanden wir uns für den Februarkurs zusammen, der jährlich drei Wochen auf dem Dottenfelderhof in Bad Vilbel stattfindet. Er richtet sich an Menschen mit landwirtschaftlicher Erfahrung, die ihr Verständnis weiter vertiefen wollen. Die Schwerpunktthemen Pflanze und Tier wechseln jährlich. Ausgangspunkt waren die ersten vier Vorträge des Landwirtschaftlichen Kurses. Wir unternahmen morgendliche Feldrundgänge, lasen und diskutierten, lernten die Rolle der chemischen Elemente in der Natur kennen, machten zeichnend Verwandlungsprozesse erlebbar und ließen bei Hof- und Kulturrundgängen die Praxis sprechen. Durch genug Raum für Reflexion und Austausch hatten wir Gelegenheit, individuellen Fragen nachzugehen oder neue Leitfragen für den Arbeitsalltag zu entwickeln.

Teilnehmerstimmen:

Auf den Betrieben ist es ja nicht immer möglich, im Berufsalltag ein Thema zu vertiefen und sich wirklich damit auseinanderzusetzen. Ich habe also nach so einer Vertiefungsmöglichkeit gesucht und bin dabei auf den Februarkurs gestoßen. Man sollte sich nicht von der Informationskargheit der Website verunsichern lassen, der Februarkurs bietet drei tolle Wochen mit sehr viel Raum für Austausch und Lernen, mit tollen Dozenten. Alles ist sehr zwanglos, im Kurs hat sich schnell eine familiäre Atmosphäre breitgemacht. Ich nehme vom Februarkurs nicht nur neues Wissen mit, sondern auch neuen Schaffensdrang und Motivation. (Paul, Winzer in Frankreich)

Die freilassende Atmosphäre am Dottenfelderhof und in der Gruppe habe ich sehr genossen. Die Anthroposophie malt für mich ein Berufsbild, in dem wir Landwirte kreative Forscher sind, die an der Grundlage des Lebens arbeiten, mit allen gesellschaftlichen Bereichen in Verbindung stehen und es täglich mit dem Lebendigen zu tun haben – sei es in Pflanzen, Tieren, im sozialen Miteinander oder im Hoforganismus. Ich finde das unglaublich cool. Wenn ich mir dieses Bildes bewusst werde, inspiriert mich das, raus in die Welt zu gehen, meine Aufgabe darin kennenzulernen und aus einem sich stetig weiterformenden Verständnis heraus mitzugestalten. (Sophia, Gesellin Landwirtschaft vom Bodensee)

Landwirtschaft, die darauf abzielt, das Leben zu unterstützen und zu regenerieren, um unseren Gemeinschaften und
der Erde als ganze besser zu dienen, erfordert ein ganzheitliches Verständnis der Natur, das das Geheimnis des Lebens berücksichtigt. Rudolf Steiners Vorträge über Landwirtschaft, die genau ein solches ganzheitliches Verständnis fördern, spielten eine zentrale Rolle beim Februarkurs am Dottenfelderhof. …. Im Verlauf der drei Wochen, die ich am Dottenfelderhof verbrachte, konnte ich ein konkretes und praktisches Verständnis von Steiners Vorträgen über entwickeln, das ich nun sinnvoll in meine tägliche Arbeit einfließen lassen kann, um einen lebendigen und gesunden landwirtschaftlichen Organismus zu schaffen. (
Sara, Gärtnerin aus New York)

Lust bekommen, dabei zu sein?
Aktuelle Infos:www.dottenfelderhof.de/landbauschule/winterkurse/februarkurs/
Kontakt: +49 (0)6101 52 96 18, lbs@dottenfelderhof.de